Zingst - Mine Heimat

Homepage des Heimatvereins "an't Water" des Ostseeheilbades Zingst
Seite Geschichte



Zingst wird landfest. Mehrere Kerne wachsen zu einer Insel zusammen, kleinere vorgelagerte Inseln (Werder, Kirr, Barther Oie) entwickeln sich ebenfalls.


1290 Die Stadt Stralsund erwirbt den Ostteil der Insel Zingst als Viehweide. Später bekommt dieses Gebiet die Bezeichnung „Sundische Wiese“. 1292 Witzlaw II. von Rügen als Landesherr verkauft die Insel Zingst für 2000 Sundische Mark dem Zisterzienserkloster Neuenkamp (außer Sundische Wiese). Das Kloster Neuenkamp siedelt erste Bauern auf Zingst an.

Teile der östlichen Insel einschließlich Werder Insel fallen erstmalig an Stralsund (Sundische Wiese) (andere Quellen berichten, dass Stralsund diese Erwerbung bereits 1290 tätigte).


In den Gewässern wirken die Likedeeler (Piraten/Freibeuter um Claus Störtebeker und Gödeke Michel). Mehrere Aufenthalte in der Hertesburg gelten als wahrscheinlich.

Das Kloster Hiddensee verkauft seinen Besitz auf der Insel Zingst an Herzog Barnim III. Herzog Barnim III verpfändet seine zingster Besitzungen für 20 000 Gulden an seine Nichte Katharine von Werle / Äbtissin des Klosters Ribnitz (Tochter des Wilhelm von Wenden) (in anderen Quellen wird eine Verpfändung von Barth, Schloss Damgarten und Zingst durch das Kloster Hiddensee genannt)

Die Siedlungen Pahlen und Hanshagen sowie der fürstliche Viehhof Rothem Haus werden erstmals urkundlich erwähnt. Besiedlung Kirr und Pramort sind belegbar (Quellen sprechen dafür, dass Pahlen und Hanshagen als deutsch-slawische Siedlungen bereits im 13. Jahrhundert erwähnt wurden.)

1539 Klippschifferei von Zingst über den Prerow – Strom werden von den Hansestädten beklagt.
1578 Grenzstreit zwischen Stralsund, Barth und Zingst, erstmals werden Grenzsteine gesetzt (z.B. Dreiländereck).

Verheerende Sturmhochwasser verwüsten die Insel und deren Ansiedlungen schwer. Der Wasserlauf der „Straminke“ wird als Flutventil eröffnet, um größeren Schaden abzuwenden. Die Siedlung Straminke wird bis auf wenige Häuser zerstört. (Allein von 1596 – 1861 werden 15 Sturmhochwasser mit unterschiedlich hohem Schaden bekannt).

Vorpommern und somit auch Zingst werden in Folge des Dreißigjährigen Krieges schwedisch.

1660 Auf der Ostspitze der Insel Zingst wird das Bauerndorf Pramort gegründet. Weitere Siedlungen sind Müggenburg, Bey den Häusern und Straminke (laut anderen Quellen schon seit dem 13. Jahrhundert belegbar, weitere Jahres zahl ist 1532).

1693 Die Bauernschifffahrt (Kleine Segelschifffahrt) entwickelt sich zunehmend: Zingster Bauernschiffer verfrachten 78 Klafter Ellernholz nach Wismar – Segelfrachtfahrten werden zum Erwerbszweig
1696 Vermessung und Erhebung für die Matrikelkarten zur Ermittlung der Besteuerbarkeit von Zingst bis Pramort wird aufgenommen.

1721 Rothem Haus – fürstlicher, jetzt schwedisch königlicher Besitz, wirft jährlich um 128 Taler Ertrag ab.
1725 19 Schiffe mit Größen zwischen 0,5 – 15 Lasten (1 Last = 40 Zentner) werden mit Heimathafen Zingst genannt.
1744 Für Zingst werden 11 Vollbauern und 4 Halbbauern steuerlich erfasst.

In Zingst wurden in diesem Zeitraum 76 Schiffe gebaut, darunter 4 Barken, 19 Schoner und 14 Gelassen. Die Boddenlandschaft mit Barth und Ribnitz hat 909 Schiffe, Rostock 600 Schiffe.

Huker – Galeasse „Die Hoffnung“, erbaut in Zingst mit 102 Lasten, geführt von zingster Kapitän, wird in den Häfen geführt.
1815 Schwedisch – Pommern wird preußisch, somit auch Zingst.

Gründung des Ortes: Die drei Ansiedlungen auf dem Zingst Paalen, Hanshagen und Rothem Haus schließen sich zum Ort Zingst zusammen, Eintragung ins Ortsregister um 1830. Weitere Ansiedlungen existieren auf Zingst: Straminke, Müggenburg, Sundische Wiese und Inseln.

Die erste Veröffentlichung über den Darß – Zingst erscheint; Hauptmann August von Wehrs schreibt zum besseren Verständnis der Landschaft „Neuvorpommern“ - Erwähnung der Ortsgründung Zingst auf Zingst.

1844 In der Hafenstraße eröffnet die Navigationsschule, die der Grundausbildung künftiger Kapitäne und Steuerleute dienen soll.
1848 Zingster Kaufmann Scheel eröffnet den ersten Laden, die "Kolonialwaren- handlung“ in der Strandstraße.
1856 Zingst erhält die Stellung eines eigenen Kirchenspieles; erster Pfarrverweser Hannemann, erste Beerdigung auf dem neu eingerichtetem Friedhof.
1857 Anschaffung eines Ruderrettungsbootes für Zingst (Seenotrettung).
1859 Auftrag zum Bau eines Fachwerkschuppens direkt am Strand sowie zum Bau eines Wagens mit hölzernem Rettungsboot erteilt (Seenotrettung).
01.10.1859 Fertigstellung des 8m lagen eichernen Rettungsbootes (Seenotrettung).
1860 – 1865 Zingster Kirche wird erbaut nach Entwürfen von Schinkel, Erbauer ist sein Schüler Stüler, Neugotik.
1861 Anschaffung eines eisernen Francisbootes (Länge: 8,50m) (Seenotrettung).
1862 In Zingst wohnen 63 Schiffer und 53 Steuerleute. Einweihung der Zingster Kirche.

1863 Das Pfarrhaus ist Fertiggestellt.
1864 Die Bark „Nordpol“ wird gebaut. Mit 367 Registertonnen, einer Länge von 36 Metern und einem Tiefgang von 5,20 Meter ist es das größte je auf Zingst gebaute Schiff.
1865 Namensweihe der Zingster Kirche – "Peter Pauls Kirche".
1868 Gründung der "Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger" (DGzRS) in Zingst (erste Gründung 1865).

Anschaffung eines Raketenapparates, die große Sturmflut zerstört die Strandstation vollständig, das Boot und Teile der Ausrüstung konnten gerettet werden (Seenotrettung).
1872 – 1874 Zwei verheerende Sturmhochwasser zerstören mit dem Wasser der Ostsee und des Boddens große Teile des Ortes. Kleine Deichanlagen konnten nicht schützen. Der schon seichte Ausfluss des Prerowstromes in die Ostsee wird zugeschwemmt, danach dauerhafter Deich.

Errichtung einer massiven Seenotrettungsstation in der Strandstraße nach Bauplänen des Architekten Schinkel (Seenotrettung).

1874 – 1875 Bau des ersten Seedeiches Zingst – Prerow auf 4,5 km Länge, Höhe 2,5 m über NN, Kronenbreite 2 m.
29.03.1876 Grundsteinlegung für ein Schulgebäude in der Schulstraße.

1880 Bau der Landstraße vom Ort zur Fähre Timmerort (jetzt Meiningenbrücke); 80 Kapitäne wohnen in Zingst; Fischerei und Landwirtschaft tragen nur noch im geringen Umfang zur Lebenserhaltung bei.
1881 Gründungsjahr des Bäderwesens in Zingst; Badekomitee bildet sich aus alten Kapitänen und Kaufleuten.

Bahnhof Gemeinde erwirbt Badeeinrichtungen, Strandbereich Herrenbad und Damenbad sowie das Warmbad. Die Verleihung von 60 Badezelten am Strand wird erwähnt. Zingst hat erstmalig eine Ärztin (Frau Dr. Rieck bis 03.12.1918).
1899 Fertigstellung des Warmbades (Eigentümer ist die Gemeinde).

07.10.1900 Gründung der zingster Freiwilligen Feuerwehr.
1802 Bau des Jagdhauses, später Schloss „Sundische Wiese“ (Bauherr Rittmeister a. D. Freiherr von Klot–Trauvetter), Bau der Landstraße Barth – Bresewitz als Pflasterstraße, damit wurde die Anbindung an Zingst verbessert.

1907 Spendet die im sächsischen Görlitz lebende Witwe Margarete Scherlock ein seetüchtiges Ruderboot für die Seenotrettung, unter dem Namen „De beiden Ollings“ tut es 50 Jahre lang Dienst.
1907/08 „Mine Heimat“ - plattdeutsches Gedicht für die Insel Zingst von der Heimatdichterin
Martha Müller Grählert erscheint in Berlin .


01.12.1910 Die Eisenbahnverbindung „Darßbahn“ nimmt zwischen Barth – Prerow ihren Betrieb nach Fertigstellung der Meiningenbrücke auf. Die Normalspurbahn verbessert die Verkehrsanbindung erheblich, dazu trägt auch die Zweitnutzung der Brücke für den Wagenverkehr bei.Bahnhof
1913 Aufbau eines Familienbades, das aber so recht nicht mehr zum Tragen kommt.
1920 Die Erbholländer Windmühle vom Müller Grählert (Ziehvater von Martha Müller Grählert) wird zu musealen Zwecken in Zingst mit allen Einzelteilen demontiert und im "Deutschen Technischen Museum" München wieder montiert.

1928 Erste Tankstelle (SHELL) durch Kauffrau Auguste Scheel in der Strandstraße wird eröffnet, später gab es bis zu 7 Tankmöglichkeiten im Ort.
1929 Die Strandstraße wird als Durchgangsstraße ausgebaut.
18.08.1929 Einweihung des Zingsthofes, das "Rüstzeitheim" des westfälischen Kirchenkreises.
03.01.1934 Das erste Reichsarbeitsdienstlager in Zingst wird eingeweiht. Später starke Erweiterung und Kasernenbau mit bis zu 3 000 Bauarbeitern.

1935 – 1939 Der Badebetrieb wird auch durch KdF–Reisen beeinflusst, organisiertes Anreisen vom Ruhrpott und Schlesien (KdF - Kraft durch Freude).
10.03.1935 Der Kunstmaler Otto Lämmerhirt ist im Alter von 67 Jahren tot in seiner Wohnung aufgefunden worden, geboren wurde er am 28.06.1867 in Neusalz/Oder. Wahrscheinliche Todesursache Herzinfarkt. Es gab in der Wohnung ein kleineres Schadensfeuer. Lämmerhirt war bereits seit einiger Zeit bettlägerig.

1936 – 1938 Der Schießplatz Sundische Wiese und Kasernenbau einschließlich der Wohnsiedlung Goetheplatz entstehen. Gleichzeitig entstehen Betonstraßen für den Ort. Das Bombenabwurfgelände Sundische Wiese wird ebenfalls in Betrieb genommen.
30.06.1937 Die ersten Truppen der Wehrmacht nutzen den Truppenübungsplatz Sundische Wiese.

1939 – 1945 Der Badebetrieb kommt zunehmend zum Erliegen, Flüchtlinge bekommen in den Pensionen Quartier.


26.04.1945 Die Garnison der Hitler – Wehrmacht setzt sich von Zingst mit 4 Dampfern nach Dänemark ab. Etwa 3000 Flüchtlinge, hauptsächlich aus dem Sudentenland, befinden sich in Zingst. Damit wird die Einrichtung einer katholischen Kapelle notwendig.
01.05.1945 Durch die Genossen Paul Hall, Berhard Eschefeld, Karl–Heinz Heß und Genossin Frieda Niche wurde der Ort auf eine kampflose Übergabe an die Sowjetarmee vorbereitet.
02.05.1945 Antifaschisten verhindern die Sprengung der Meiningenbrücke (Bürgermeister Krebs, Ewald Keck und Walter Müller).
15.05.1945 Erste Milchlieferung nach Zingst.
Juni 1945 Im Wasserwerk Zingst wurde eine behelfsmäßige Molkerei eingerichtet (bis 1955).
26.09.1945 In der Sundischen Wiese und in Pramort erhalten die Neubauern 10 ha Acker, je ein Pferd und eine Kuh.
21.10.1945 Das Gut Müggenburg mit Westhof und Ablage wird an 15 Neubauern vergeben. Im alten Schulgebäude befinden sich 2 Lehrerwohnungen und 5 Klassenräume.
1945 Als Kriegsersatzleistung werden Gleiskörper und Wagenpark der Darßbahn demontiert.


1946 Zingst hat 3340 Einwohner in 461 Häusern.
April 1946 In Müggenburg wird eine Gruppe der SED gegründet, Vorsitzender Gen. Troelenberg, 21.04.1946 Gründung der SED in Zingst.
Juni 1946 Grundsteinlegung für das Kurhaus Zingst, 18.07.1948 Eröffnung.
Sommer 1946 1269 Badegäste in Zingst.
16.09.1946 Erste Wahlen zu den Gemeindevertretungen :
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Zingst
Karl-Heinz Heß Bürgermeister
Müggenburg
Hugo Troelenberg
Sund. Wiese
Otto Jäckel

16.12.1946 Der Kunstmaler Franz Pflugradt ist in seiner Wohnung im Alter von 85 Jahren den Alterstod gestorben.

1947 Zingst hat 2 800 Einwohner, Müggenburg – Westhof 120, Sund. Wiese – Pramort 130.
Wiederherstellung der Wasserleitung Barth – Zingst. Die Segelbrücke am Strand wurde wegen Baufälligkeit abgerissen. In den Parteien und Massenorganisationen waren als Vorsitzende tätig:
Zingst
SED
Paul Hall
Kurt Klamann
FDJ
Kurt Gitter
FDGB
van Dorp
FA
Frida Niche
Kulturbund
Willi Kurth
Müggenburg
SED
Herbert Krawutschke
Bauernhilfe
Herbert Krawutschk
Sund. Wiese
FA
Frida Hauke
Bauernhilfe
Friz Kuppait
Antifa-Block
Georg Hauke



18.07.1948 Eröffnung des Kurhauses Zingst.
1949 Kindergarten in Zingst mit 28 Plätzen aber 40 Kindern, anfangs im "Kehr Wieder", ab Herbst in der Hafenschule. Für 250 Kinder stehen in der Schule 6 Unterrichtsräume zur Verfügung. An der Schule wird die Pionierorganisation gegründet. Erster Pionierleiter Koll. Kracht.
Die HO übernimmt Gemischtwarenhandlung in der Hafenstraße für Industriewaren, Textilwaren und Schuhe, jetzt Goldschmied Hofmann.
18.04.1950 In Müggenburg wird die Schulspeisung eingeführt. 1950 und nachfolgende Jahre wird durch die Erweiterung des Wasserleitungssystems der gesamte Ort mit Trinkwasser versorgt. Übernahme des Ladens der Gärtnerei Dost durch die HO als Lebensmittelgeschäft, später Ferienheim WTB Rostock.

Zingst hat 2500 Einwohner, davon 1000 Umsiedler.
22.08.1951 70 jähriges Bestehen der Kur- und Badeverwaltung Zingst, 19 Vertragshäuser des FDGB gemietet, 6 Kinderheime bestehen, davon ein Heim für TB–kranke Kleinkinder, 18 Fischer sind tätig, insgesamt sind etwa 70 Arbeitskräfte in der Fischerei tätig. Sommer 1951 11000 Badegäste.
01.09.1951 Die einklassigen Schulen in Müggenburg, Sundische Wiese und Pramort werden aufgelöst, die Kinder werden mit einem LKW täglich nach Zingst zur Schule gefahren.


1952 Es wird im NAW (Nationales Aufbauwerk) der Umbau der alten Schulküche (1984 Horttoilette) fertiggestellt. Unter primitiven Bedingungen wird der Sportunterricht erteilt. 1952 – 1955 Karl–Heinrich Kluge als Zeichenlehrer an der Schule tätig. Ab Oktober besteht in Zingst ein GST-Stützpunkt. Übernahme der heutigen Schuhverkaufsstelle von Schröter (Fritz–Reuter Straße 1), Eröffnung der HO – Gemüseverkaufsstelle (Gärtnerei Dost) in der Friedensstraße, dann FDGB Zentrale – Einweisung.
01.08.1952 Es entsteht der Kreis Ribnitz–Damgarten aus Teilen der Kreise Stralsund und Rostock, mit 4 Städten, 64 Gemeinden. Erste Zelturlauber in Zingst 73 Einzelzelter, 1697 Gruppenzelter.


19.03.1953 Gründung der LPG „5. März“ in Müggenburg mit 17 Mitgliedern, davon 4 SED. Vorsitzender Horst Micklich. Im August wird ein Beschluss des Kulturbundes der DDR realisiert: In der Veranda Baruschke (jetzt Richter, Ecke Hafenstraße – Fritz Reuter Straße) wird eine Heimatausstellung gezeigt – als Vorläufer des Heimathauses. Verantwortlich: Otto Faßbänder, 1. Leiterin Edith Grählert. Übernahme des Kolonialwarengeschäftes Scheel in der Strandstraße als HO Lebensmittel, dann HO Industriewaren (2010 Kaufhaus Krull).
17.10.1953 Beschränkungen für die Lebensmittelkarten werden aufgehoben.
04.01.1954 Schwerstes Sturmhochwasser seit 1913 mit 1,70 m über NN.
04.03.1954 Die erste Produktionsgenossenschaft der werktätigen Fischer der See- und Küstenfischer in der DDR wird in Zingst gegründet. Ihr Vorsitzender ist Robert Buse. Sie erhält den Namen „Johann Freese“. Bau des jetzigen Konsums durch die HO für Strandartikel (Saisongeschäft). (2010 WH und GH mit Schlecker, Zimmer vermietung, Imbiss „Kombüse“, Parfümerie).


1955 Umzug des Heimathauses in das alte Kapitänshaus Prerower Str. 4 , das im April 1987 abgerissen wurde.
Bau einer Schotterdüne am Rämel aus Abbruchmaterial des Kasernenkomplexes als Ersatz für die durch Hochwasser abgeschwemmte Düne (Januar 1954).
18.05.1956 Anordnung des Ministeriums des Innern der DDR (MdI) über die Einrichtung von FKK – Strände (Badewesen).
1956 Das Rettungsboot „De beiden Ollings“ schlägt bei einer Suchfahrt nordwestlich von Zingst leck und muss außer Dienst gestellt werden (Seenotrettung).
1957 Umzug des Rates der Gemeinde in das Warmbad (von der Strandstraße , jetzt Tischler Neumann), Übernahme der Fleischerei Otto Mohr durch die HO.
05.07.1958 E rste Ostseewoche in Rostock, Bau der Schwersternstation und Arzneiausgabestelle am
Karl–Marx–Platz, Bau der Straße durch den Darß von Born nach Ahrenshoop.


1959 Eingemeindung von Müggenburg, Sundische Wiese und Pramort nach Zingst, Verlegung des Kindergartens in die Koppelstraße (Saison), Kirchweg 1 Gruppe, Friesenstube 2 Gruppen (Birkenstr).
1960 Anschaffung eines neuen Leinenwurfgerätes (Raketenapparat-Seenotrettung).
1961 Bau der HO–Textilverkaufsstelle in der Strandstraße.
1962 1962 – 1964 Die Urlauberdörfer Zingst–Ost und Zingst–West entstehen, Nach der Gründung des VKSK (Verband der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter) wurde in Zingst 1962 durch den Zusammenschluss des 1922 gegründeten Kleingartenvereins und des 1923 gegründeten Ziegenzuchtvereins die Sparte „Siedler“ gebildet.
Neben der alten Schule am Jordangraben in der Schulstraße wird ein Flachbau mit 4 Klassenräumen übergeben (Neubau). Übernahme des Ladens Foto Tapperich für HO Gemüse, später dann Schreibwaren. September 1988 Abriss des Gebäudes.
1963 Erstes öffentliches Auftreten der Akkordeongruppe.


01.01.1964 Gen. Lietz gründet die Abteilung Zingst des VEG Dudendorf. Zingst hat 2406 Einwohner.
1964 – 1971 Bau von 82 Stück einreihiger Pfahlbuhnen von durchschnittlich 82 m Länge
01.01.1965 Gründungsversammlung des VEG Zingst im „Deutschen Haus“. Spezialbetrieb für industriemäßige Futterproduktion.
17.05.1965 Übergabe der Schöpfwerke in die Regie des VEG Zingst. In der Haarnagelschule wird in der ehemaligen Lehrerwohnung ein Werkkunderaum eingerichtet. Gründung der Grundorganisation GST maritim „Ernst Thälmann“ (Gesellschaft für Sport und Trchnik). 1. Tage des Seesports der GST. Bau der VEG–Siedlung 8 x 2 WE.
1965 – 1973 Bau des Seedeiches vor der "Hohen Düne" bei Prerow bis zum Zingsthof auf 8,25 km Länge.
1965 – 1984 11 Vorhaben zur Rekonstruktion von Dünenabschnitten und Verbesserung der Strandverhältnisse durch Aufspülungen von See her.
1966 Berliner Hof wird zur Stranddistel umgebaut. Heim „Mein Hüsung“ ist nun speziell für kinderreiche Familien FDGB-Heimat, Bau 1 x 8 WE Wohnblock Müggenburger Weg.
1966 – 1969 Bau von 6 x 24 WE Wohnblöcken.
11.11.1966 Gründung des Kampfgruppenzuges „Herbert Paulsen“, Namensgebung aber erst 12.11.1983.

18. – 23.01.1967 Einweihung des neuen Kindergartens im Martha–Mühler- Grählert Weg mit 64 Plätzen für 108 Kinder: ab 1969 127 ----- 175, ab 1881 163 ---- 189.
Bau der Konsumverkaufsstelle Müggenburg, Beginn des Baues der Hafenanlagen für die GST.
1967 – 1969 Betrieb von 4 sowjetischen transportablen Trocknern beim VEG Zingst.
27.09.1967 Untergang des Viehprams bei Müggenburg 1 Toter – 5 Kühe.
1968 – 1981 Betrieb des Großtrockenwerkes in Sunddische Wiese durch das VEG.
17.02.1969 Starke Schneeverwehungen, der Verkehr nach Barth ist kaum möglich. Rekonstruktion der Straßenbeleuchtung im Ort, die 1983 abgeschlossen ist.
25.11.1969 Eröffnung der Kaufhalle, Entwicklung im VEG zur industriemäßigen Färsenaufzucht
Müggenburg
4500 Plätze
Born
6000 Plätze
Dirhagen
5000 Plätze

mit Neubau der Anlage Müggenburg.
11.02.1970 Mit dem Pferdeschlitten von Schaprode nach Vitte auf Hiddensee über das Eis,
Eröffnung der Koplexannahmestelle des DLK (Dienstleistungs - Kobinat) in der Lindenstraße,
Staatliche Arztpraxis in der Strandstraße (ehem. Haus Landfrieden).
Die Bewohner am Freesenbruch erhalten Wasserleitungssystem. Der FDGB hat 1200 Betten, das Reisebüro 332 Betten, "Weiße Flotte" beförderte 6 300 Gäste nach Hiddensee und 2 200 Gäste nach Ahrenshoop.

1971 Zingst hat 3100 Einwohner
01.03.1971 Die neue Polytechnische Oberschule (POS) mit 15 Fachunterrichts - räumen wird eingeweiht.
16.04.1972 Die POS erhält den Namen „Ernst Thälmann“. Im Mai Eröffnung des „Nordlicht“ (ehem. Wiener Hof).
1972 – 1973 Bau der VEG Plastehäuser in der Dünenstraße und im Heideweg.
1972 – 1978 Bau des neuen Stützpunktes der Wasserwirtschafts direktion in der Seestraße.
1973 Eröffnung des FDGB Heimes „Klaus Störtebeker“ mit 236 Betten, Übernahme des Ladens Gemischtwarenhandlung Schröter durch die HO, Industriewaren, Haushaltswaren.
1974 Anbau – Ostflügel an das Gebäude „Rat der Gemeinde“, Befestigung der Deichkrone des Seedeiches mit einer Bitumendecke, als Promenade freigegeben.


1975 Rekonstruktion des kommunalen Hafens, Rekonstruktion und Modernisierung der meisten Betriebs ferienheime, Eigenheimbau in der Rosenberg – Siedlung, Bau 1 x 8 WE Block für VEG.
1975 – 1980 Ausbau der NVA Basis Zingst.
07.10.1975 75 jähriges Bestehen der freiwilligen Feuerwehr Zingst.
16.04.1976 Ernst Thälmann Gedenkstätte bei der Schule eingeweiht.
01.12.1976 Gen. Karl–Heinz Kasper wird Bürgermeister.
22.12.1976 100. Geburtstag von Martha Müller-Grählert, Neubau der Bushaltestelle.
1976 / 84 Erhöhung des Boddendeiches um Zingst 6,220 km.
1977 Modernisierung des Warmbades, Anbau der Physiotherapie an die staatliche Apotheke in der
Strandstraße (2010 Apotheke).
1977 / 78 Der Wasserrettungsdienst erhält neue Wohnunterkünfte in der Seestraße Ecke Dünenstraße. Es werden z.T. Neue Rettungstürme gebaut und Rettungsboote angeschafft.
1978 Neubau der Kurverwaltung mit Werkstatt beim Rat der Gemeinde, Eröffnung der PGH „Chic“ in der Strandstraße, Gründung der Kleingartensparte des VEG mit 70 Parzellen und 24000 m², davon 14000 qm Gartennutzung.


1979 Bau der Strandkorbhalle beim Rat der Gemeinde, Bau des Schaukastens neben der Sparkasse (Strandstraße), Bau von 2 x 6 WE Blöcke in der Neuen Reihe,
06.04.1979 Dem Ostseebad Zingst wurde der Titel „Staatlich anerkannter Erholungsort“ verliehen.
01.05.1980 Die neue Mülldeponie an der Umgehungsstraße wird in Betrieb genommen, Ortsteil Sundische Wiese erhält Trinkwasseranschluss.
Seit dem Sommer verläuft parallel zur Meiningenbrücke eine Pontonbrücke, da die Meiningenbrücke rekonstruiert wird. Anbau des Radweges auf der Ostseite. Fertigstellung 1988.



28.06.1981 Feier „100 Jahre Badewesen Zingst“.
26.11.1981 Gründung der Fachgruppe Heimatgeschichte Zingst im Kulturbund der DDR.
31.03.19821 Maul- und Klauenseuche beim VEG Zingst (Sperrgebiet von der Meiningenbrücke bis Ahrenshoop), für Zingst ab 27.05.1982 wieder aufgehoben. Bau der Strandtoilette östlich des Kurhauses, Bau der Kleinsportanlage beim Rat der Gemeinde, Beginn der Rekonstruktion des Heimatmuseums im Haus „Morgensonne“ (Eröffnung am 18.05.1987).
01.03.1983 Geschäftseröffnung Uhrmachermeister Bernd Krebs in der Barther Str. 6a.
31.03.1983 Geschäftsschließung Friseur Jürgen Lorenz Strandstraße.
01.04.1983 Kurt Klamann gest. , geb. 17.04.1907.
17.04.1983 Ortschronist Rudolf Gertz gest..
07.10.1983 Einweihung der Karl–Marx–Gedenkstätte im 100. Todesjahr von Karl Marx , Bau 1 x 6 WE Block am Karl–Marx Platz.


1984 Zingst hat 3500 Einwohner in 748 Wohngebäuden und 1144 Wohneinheiten, Fortführung des Deichbaus östlich vom Zingsthof, wieder erstes Kinderfest in Zingst.
11.12.1984 Die Apotheke wird in die Strandstraße verlegt.
07.03.1985 Der Jugendklub in der Seestraße (BDS – Heim) wird übergeben.
07.05.1985 Der Haushaltswarenverkauf wird wieder in den rekonstruierten Laden (ehemals Schröter) verlegt. Ausweichverkauf ab 06.02.1984 im Central Hotel.
26.06.1985 Einweihung des Sommerkinos im Rämel.
31.12.1985 Zingst hat 3342 Einwohner in 1192 Haushalten und 1158
Wohnungen, davon haben
:
849 Innentoilette = 73,3 %
838 Bad / Dusche = 72,4 %
426 Heizung = 36,8 %
1-Raumwohnung en 76
3-Raumwohnung en 386
5-Raumwohnung en 139
2-Raumwohnung en 285
4-Raumwohnung en 231
6-Raumwohnung en 41



04.03.1986 Übergabe der Fleischerei von Kurt und Ilse Jacob an den Sohn
Hans–Jürgen Jacob.
19.03.1986 Zingst hat 3353 Einwohner, davon 1750 weibl., 1603 männl. 28 Gewerbetreibende, 162 Betriebsferienheime, davon haben 143 Betreiber einen Kommunalvertrag mit dem Rat der Gemeinde.
15.05.1986 Der Ortsteil Zingst der Gemeinde Zingst erhält den Titel: „Schönes Dorf im Bezirk Rostock“.
01.07.1986 130 Jahre Zingster Postanstalt, Einweihung der Freilichtbühne am Sportplatz.
02.11.1986 Einweihung der neuen Orgel in der Zingster Kirche (gebaut durch die Firma Sauer).
03.11.1986 Der Schreibwarenverkauf wird wegen Baufälligkeit des Hauses in der Strandstraße Ecke Friedensstraße in das "Central Hotel" verlegt.
25.11.1986 Zingst wird als „Schönes Ostseebad im Bezirk Rostock“ ausgezeichnet.


05.01.1987 Eröffnung Wagenpflege Klaus Ahrens Koppelstraße 6a.
22.01.1987 Neue Hafenordnung tritt in Kraft.
09.02.1987 Eröffnung Fahrradreparatur Jörg Neumann Heckenweg 1.
April 1987 Abriss des alten Heimathauses im Darßer Weg wegen Baufälligkeit.
18.05.1987 Eröffnung des Heimatmuseums im Haus „Morgensonne“ in der Strandstraße.
Juni 1987 Eröffnung des neuen „Haus am Meer“ in der Birkenstraße 17 als Betriebsferienheim von Förderanlagenbau Köthen mit 69 Betten, die ganzjährig genutzt werden. Verpflegungskapazität
200 Essen sowie öffentliche Gaststätte.
Oktober 1987 Übergabe des 6 WE Blocks in Müggenburg als Ersatzbau für das ehemalige Gutshaus.
7. - 8.10.1987 Brandstiftung Ortsplan an der Bushaltestelle Fischmarkt und Brandlegung im Werkraum der POS.
Dezember 1987 Der 24 WE Block bei der Siedlung (Am Ende 4) wurde rohbaufertig, Hauptauftragsnehmer PGH Bau – Prerow.
1972 / 1987 Es wurden 161 Eigenheime in Zingst gebaut, davon 110 von Arbeitern, 51 von Angestellten.



04.01.1988 Betriebseröffnung für Herstellung von Lampenschirmen, auch Reparaturen von Günter Wallis, Seestraße 5 .
10.03.1988 Schulsportanlage wird zur Nutzung der Schule übergeben.
18.03.1988 Zur Zeit 44 Eigenheimbauer in Zingst.
10.05.1988 Einweihung der neuen Bibliothek (ehemals Apotheke) am Karl–Marx-Platz.
17.05.1988 Eröffnung des Getränkestützpunktes durch Familie R. Ennen in der Lindenstraße 9.
20.05.1988 Beendigung der Rekonstruktion der Meiningenbrücke. Anbau eines Rad- und Fußweges, Stahlfahrbahn mit Bitum belag, das Wärterhäuschen wurde oben auf dem Drehteil montiert, wo es nach dem Neubau schon einmal war. Die Pontonbrücke wird ab 20. Mai zusätzlich genutzt.
31.08.1988 Der Schreibwarenverkauf wird vom "Central Hotel" zur Hafenstraße verlegt (früher Max Gehrke, dann Bibliothek).
September 1988 Abriss des Hauses Strandstraße Ecke Friedensstraße wegen Baufälligkeit (früher Foto Heese, Foto Tapprich, HO Gemüse, zu letzt Schreibwaren).
Oktober 1988 Abriss des Saales vom "Central Hotel" wegen Baufälligkeit.


April 1993 Taufe des neuen Seenotrettungsbootes „Zander“; 7m langes und
2,50 m breites Ganzaluminiumboot
(Seenotrettung).
22.05.1993 Eröffnung der neuen Seebrücke.
15.07.1994 Die Barmerkrankenkasse erbaute eine Mutter-und-Kind-Klinik "Neue Straminke" mit 116 Appartements und eröffnete diese.
28.01.1995 Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) eröffnete in der Birkenstraße ein Mutter-und-Kind-Heim "Haus am Meer", in dem können gleichzeitig 40 Mütter und 60 Kinder mit Atemwegserkrankungen behandelt werden.



22.09.1995 Das Kurmittelzentrum wird gebaut und am 06.12.1996 eröffnet, es bietet. viele Therapieformen an.
05.06.1998 Eröffnung des neuen Aparthotels.
30.07.1999 Einweihung der neuen Seenotrettungsstation im Hägerende (Seenotrettung).
1999 Eröffnete das erste Wellnesshotel in Zingst, das Hotel "Meerlust" in der Seestraße, das von einer zingster Familie gebaut wurde und geführt wird.




Das wieder aufgebaute Kurhaus wurde als "Haus des Gastes" neu eröffnet Die Wetterfahne auf dem Dach, ein Seepferdchen, hat eine eigene Geschichte, die können Sie im Vortrag "Zeitsprünge" im Heimatmuseum erfahren.

2002 Eröffnung des Wellness-Camps "Düne 6" mit 402 Komfortstellplätzen für Zeltler und Autocamper, einer beheizten Schwimmhalle sowie einem Restaurant.
28.04.202 Zingst wird als Seeheilbad eingestuft und heißt ab jetzt "Ostseeheilbad Zingst".




Das Hotel "Vier Jahreszeiten" wurde auf dem Gelände des ehemaligen Volksgutes-Zingst erbaut und eröffnet. Es verfügt über 95 komfortable Hotelzimmer, über einem Pool, einer Saunalandschaft und weiteren Sportmöglichkeiten.

Ebenfalls eröffnete in diesem Jahr das "Steigenberger Strandhotel" mit 121 komfortablen Zimmern, Innen- und Außenpool sowie einem SPA-Bereich eröffnet. Es wurde auf dem Gelände des ehemaligen "Knull'schen Strandparkes" erbaut.








Quellen:
Wolfgang Eggert | Joachim Schomann | Dorothea v. Saucken | Archiv Heimatverein
Fotos gesamte HomePage:
Arne Nehls | Klaus Machner | Archiv Heimatverein


Auch im Jahr 2020, dem "Coronajahr", entstanden in Zingst die Objekte "Uferpromenade", das
"Wikingerschiff" und die "Weihnachts- und Winter- beleuchtung" im Ortskern neu.
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